Medizinische Kräftigungstherapie

Medizinische Kräftigungstherapie

Die medizinische Kräftigungstherapie bedeutet einen Durchbruch bei den bisher frustrierenden Therapieergebnissen und trägt wesentlich zur Kostensenkung bei. Die Therapie wird ambulant durchgeführt und der Patient ist in der Regel nicht krankgeschrieben.

Behandlungsprinzip

Eine sichere Therapie und eine wissenschaftliche Diagnostik der wirbelsäulenstützenden Muskulatur sind nur dann möglich, wenn mindestens folgende Voraussetzungen erfüllt sind.

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Was ist das Behandlungsprinzip?

Isolierte Diagnostik

  1. Vollständige Fixierung des Beckens. 
    Warum? Bei der Aufrichtung des Rumpfes wirken die wirbelsäulenstützenden Muskeln (0° Streckung – 72° Beugung) und die Hüftstreckmuskeln zusammen. Um die Kraft der wirbelsäulenstützenden Muskulatur isoliert zu erfassen und zu kräftigen, muss diese Muskelschlinge unterbrochen werden. Dies wird durch die konsequente Fixierung des Beckens erreicht. 
  2. Elimination der Störgröße Körpermasse
    Bedingt durch das Körpergewicht des Patienten ergeben sich auf den einzelnen Messpositionen Vor- bzw. Nachteile. Daher muss die Körpermasse während der gesamten Bewegungsamplitude gegengewichtet werden, um eine Kompensation der Schwerkraft zu erreichen.
  3. Die Berücksichtigung der Weichteilspannung und der Nettomuskelkraft
    Die Elastizität der Muskulatur, der Bänder und der Gegendruck der Weichteile des Bauches erzeugen Kräfte, die einen verfälschenden Einfluss auf das Messergebnis haben. Diese Weichteilspannung muss in jeder Position gemessen und berücksichtigt werden.
  4. Messung der statischen Maximalkraft über den gesamten Bewegungsumfang
    Eine dynamische Messung von Muskelkräften ist nicht möglich, da Beschleunigungs- und Abbremskräfte nicht definierbare Störgrößen sind.
  5. Die Bestimmung des Muskelfasertypus
    Die Kenntnis der Zusammensetzung des Muskelfasertypus - schnelle oder ausdauernde Muskelfasern - ist zur optimalen Festlegung der Therapieintervalle und Belastungsstärken hilfreich.
Ablauf der medizinischen Behandlungstherapie

1. Verordnung

  • Eingehende orthopädische Untersuchung durch den behandelnden Facharzt für Orthopädie zum Ausschluss von Kontraindikationen.
  • Verordnung der Medizinischen Kräftigungstherapie durch den behandelnden Facharzt für Orthopädie.

2. Behandlung

Die Medizinische Kräftigungstherapie erstreckt sich über 12 - 18 Therapieeinheiten, welche an 1 - 2 Terminen pro Woche stattfinden. Jede Einheit erfolgt in Einzelbehandlung durch speziell ausgebildete Physiotherapeuten.

  • Therapieeinheit 1 Individuelle Einstellung des MedX – Systems und anschließender Eingangskraftanalyse der wirbelsäulenstützenden Muskulatur der Lenden- (LE) oder Halswirbelsäule (CE)
  • Therapieeinheit 2 Wiederholung der Eingangskraftanalyse mit anschließender dynamischer Kräftigungstherapie
  • Therapieeinheit 3 - 11 Dynamische Kräftigungstherapie sowie Ergänzungsprogramm zur gezielten Kräftigung der umgebenden Rumpfmuskulatur – Bauchmuskulatur, Hüftmuskulatur, Schultermuskulatur.
  • Therapieeinheit 12 Durchführung einer Zwischenkraftanalyse zur Kontrolle des Therapieerfolges mit anschließender dynamischer Kräftigungstherapie.
  • Therapieeinheit 13 - 17 Fortsetzung der dynamischen Kräftigungstherapie sowie Ergänzungsprogramm zur gezielten Kräftigung der umgebenden Rumpfmuskulatur – Bauchmuskulatur, Hüftmuskulatur, Schultermuskulatur.
  • Therapieeinheit 18 Durchführung der Abschlusskraftanalyse mit anschließendem Vergleich der Kraftkurvenwerte zur Eingangskraftanalyse.
  • Nachhaltigkeit Besprechung zum weiterführenden Programm zur nachhaltigen Sicherung der Wirkungen,.